„Brücken bauen ist meine Spezialität!“

Wer einmal selbst als Mitarbeiter die Übernahme durch einen amerikanischen Mutterkonzern erlebt hat, der weiß genau, welches Gefühlschaos die gesamte Belegschaft im Falle einer nicht mehr abzuwendenden Übernahme durchläuft: Es ist eine Mischung aus Schock, Angst und Enttäuschung gepaart mit der Absicht, den eigenen Arbeitsplatz unbedingt behalten zu wollen. Und auch für die Chefetage stellt dieser Fall eine besondere Herausforderung dar:

Auf der einen Seite weiß jede Führungskraft selbst nicht, wie es nach der Übernahme für sie/ihn persönlich weitergeht. Auf der anderen Seite ist die Führungskraft gefordert, die Mitarbeiter zu beruhigen und das Unternehmen in der „Übergangsphase“, in der noch vieles offen ist, so gut es geht zusammenzuhalten. Genau dieses Szenario mit allen Ups and Downs musste ich vor ca. 12 Jahren – vor meiner Selbständigkeit mit „the Bridge – Consulting & Training“– selbst erleben:

Die Ausgangssituation erschien mir zunächst sehr positiv: Nach drei Jahren in der öffentlichen Wirtschaft freute ich mich sehr, einen neuen Arbeitsvertrag in der freien Wirtschaft als Mitarbeiterin im Bereich Reporting/Planning unterzeichnet zu haben. Das neue, von mir ausgewählte Unternehmen war die Tochtergesellschaft eines amerikanischen Konzerns, der zu diesem Zeitpunkt ca. 300 Mitarbeiter beschäftigte. Doch bereits 10 Tage nach meiner Vertragsunterzeichnung – also noch bevor ich die neue Aufgabe offiziell antreten konnte – wurde ich mit einer für mich schockierenden Nachricht konfrontiert: Der amerikanische Mutterkonzern ließ verlauten, dass für das Unternehmen nur die Übernahme der Tochtergesellschaft in Frage komme, um auch zukünftig wettbewerbsfähig und aussichtsreich am Markt zu agieren. So musste ich mir noch vor meinem ersten Arbeitstag die gleichen Fragen stellen wie alle anderen derzeit angestellten Mitarbeiter auch: Was planen die Amerikaner? Wer wird seinen Arbeitsplatz behalten dürfen? Welche Jobs werden evtl. abgebaut? Und vor allem: Wer entscheidet darüber? Auch persönlich hatte ich sehr mit der ganz neuen Situation zu kämpfen, denn für diese neue berufliche Herausforderung hatte ich meinen sicheren Arbeitsplatz bei meinem vorherigen Arbeitgeber aufgegeben. Sollte sich dieser Schritt gelohnt haben? War der berufliche Wechsel richtig oder war ich nicht vielleicht eher zur falschen Zeit am falschen Ort?

Neue Wege öffneten sich

Bruecken-bauen-ist-meine-Spezialitaet_1Rückblickend kann ich heute sagen, dass ich durch diese selbst erlebte Übernahme natürlich sehr viel für meinen weiteren Werdegang lernen konnte. Ich war „mittendrin“ und habe alle Bedenken und Sorgen direkt miterlebt. Für mich persönlich haben sich zudem die Karten danach neu gemischt, denn ich erhielt Folgeanstellungen in Führungspositionen bei angesehenen Unternehmen. Besonders gelang es mir, immer „dran zu bleiben“, mir ein relevantes Netzwerk für meinen beruflichen Werdegang aufzubauen und mich stetig weiterzuentwickeln. Ich wurde zusehends Expertin auf dem Gebiet der Erstellung von Monats-, Quartals- und Jahresabschlüssen nach HGB und US-GAAP sowie in der Entwicklung von Prozessverbesserungen und bei deren Umsetzungen.

Im Jahr 2010 hieß es dann: Jetzt oder nie!

Vor fast sieben Jahren fasste ich den Entschluss, mich selbstständig zu machen und „the Bridge – Consulting & Training“ zu gründen. Ich nutzte die wachsende Nachfrage nach meiner Person, denn immer mehr deutsche Firmen mit amerikanischem Mutterkonzern fragten mich als Expertin mit weitreichenden Branchenkenntnissen um Rat. Seitdem gehört das „Brücken bauen“ zu meiner Spezialität. Keine Frage, dass sich diese Brücke als Symbol auch im the Bridge Firmenlogo wiederfindet. Prozessoptimierung, Controlling, Training und Coaching: So vielfältig wie das Leistungsangebot von the Bridge sind auch meine eigenen Erfahrungen sowie die Erfahrungen meines gesamten Teams und Netzwerkes, auf die ich mich – neben meinem eigenen Know-how – als Unterstützung immer verlassen kann.

Brückenbauer, Coach und Vermittler – das ist the Bridge

Bruecken-bauen-ist-meine-Spezialitaet_2In den ersten sechs Jahren seit der Gründung ist es mir als Inhaberin von the Bridge gelungen, ein kompetentes und verlässliches Team zusammenzustellen, das sich auf die speziellen Anforderungen von Übernahmen durch amerikanische Konzerne spezialisiert hat. Als „Partner für die internationale Welt“ geht es nicht nur darum, Brücken zu schlagen und Menschen auf die neue Arbeitssituation ideal vorzubereiten. Es geht auch immer wieder darum, die richtigen Entscheidungen zu treffen und alle Beteiligten für die Situation zu sensibilisieren. So bin ich auch immer wieder Vermittlerin zwischen verschiedenen Abteilungen, Ansichten und Denkweisen: eine Interim Managerin, für die die ganzheitliche Betrachtung des Unternehmens an erster Stelle steht.

Dass ich mich besonders gut in die jeweiligen Personen und deren ganz individuellen Ängste und Sorgen hineinversetzen kann, hat sicherlich auch mit meiner eigenen Erfahrung während der anfangs beschriebenen Übernahmesituation zu tun. Ich weiß genau, was es bedeutet, von einem amerikanischen Konzern „geschluckt“ zu werden, wie es häufig im Volksmund heißt. Deshalb gelingt es mir auch immer wieder sehr gut, direkt nach einer Übernahme wichtige Schwerpunkte für das Unternehmen zu setzen und neue Lösungswege aufzuzeigen. Und ich weiß nur zu gut, dass dieses immer nur gemeinsam mit dem Unternehmen und deren Mitarbeitern funktionieren kann.

Vor diesem Hintergrund gebe ich auch zukünftig gerne mein Wissen als Partnerin für die internationale Welt zielorientiert und zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse meiner Kunden weiter. Effizient, kompetent, erfahren und lösungsorientiert arbeite ich mit the Bridge auch in Zukunft daran, Lücken zu schließen. Dass eine Firmenübernahme einen ganz sensiblen Bereich darstellt, bei dem die Wertschätzung der einzelnen Mitarbeiter von besonderer Bedeutung ist, kann ich aus meiner eigenen Erfahrung bestätigen – sowohl aus Sicht der Mitarbeiter als auch aus Sicht der Führungsetage. Deshalb werde ich auch weiterhin beides bestmöglich miteinander verbinden: das Geschäft und die damit verbundenen essentiellen Schritte auf der einen Seite und die Mitarbeiter mit ihren Ängsten, Bedenken und Sorgen auf der anderen Seite – so wie es sich für eine gute „Brückenbauerin“ gehört.

Mit freundlichem Gruß aus Mannheim
Ihre Judith Geiß

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